Kita Schwalbennest Polch
Kita Schwalbennest Polch

FaKiB                                                          Fachkraft für die Kinderperspektive              im Kita-Beirat

Wer sind wir/ was machen wir?

  • Ich habe Vertrauen und Rückenwind.
  • Ich wurde vom Team gewählt.
  • Ich führe eine rechtlich verankerte Rolle aus.
  • Ich bin als „Stimme der Kinder“ Berater:in für die im pädagogischen Alltag gewonnene Perspektive der Kinder, ...

FaKiB Ü3- Bereich

Lisa Zirwes, Bärengruppe

FaKiB U3- Bereich

Stina Hamper, Löwengruppe

„Kita-Beirat: Beteiligung und Demokratie gestalten“

Am 01.07.2021 trat das rheinland-pfälzische Landesgesetz über die Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege (KiTaG) vollständig in Kraft, in dessen Kontext auch die Einführung eines neuen Kita-Beirats in den Kitas im Fokus stand.

Das übergeordnete Ziel des Kita-Beirats ergibt sich aus § 7 Abs. 1 KiTaG: „[...] Der Beirat beschließt Empfehlungen unter Berücksichtigung der im pädagogischen Alltag gewonnenen Perspektive der Kinder in grundsätzlichen Angelegenheiten [...].“ Dafür treffen sich alle Verantwortung tragenden Gruppen gemeinsam sowie eine pädagogische Fachkraft, die die im pädagogischen Alltag gewonnenen Perspektiven der Kinder einbringt, mindestens einmal jährlich. Gegenstand ihrer Beratung sind grundsätzliche Angelegenheiten, die die strukturellen Grundlagen der Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsarbeit einer Tageseinrichtung betreffen.

Das Forschungsprojekt Kita-Beirat: Beteiligung und Demokratie gestalten wird vom Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung durchgeführt. Hierbei wird u. a. der Prozess der Implementierung des neuen Kita-Beirats in die Praxis umfassend begleitet. Die Projektlaufzeit ist von Januar 2021 bis Dezember 2024 ausgelegt.

Umgestaltung des Nebenraums der Igelgruppe

Unter dem Auszug der Kindergarten heute Zeitschrift:

„Nur die Beteiligung von Kindern gewährleistet, dass die Räumlichkeiten ihren jeweiligen Bedürfnissen entsprechen.“

 

Vor den Sommerferien fand die Pizzeria Schwalbini ihren Platz im Nebenraum. Gemeinsam besprachen wir mit den Kindern, dass wir diesen Nebenraum immer wieder neugestalten unter Berücksichtigung der Wünsche und Bedürfnisse der Kinder und natürlich im Mehrheitsentscheid.

Es gibt sogenannte Phasen u. Prinzipien der Mitgestaltung:

  1. Einladung, Vorstellung meiner Position als FaKiB
  2. Freiwilligkeit: Die Einladung mitzuwirken basierte auf eine freiwillige Basis. D.h. die Kinder können für sich entscheiden, ob sie an dem Prozess mitwirken möchten oder nicht. Auch mit dem Bewusstsein, das alle Kinder der beiden Gruppen dabei sein werden.
  3. Als Ritual nahm ich die Klangschale u. einen Redeball à ruhige Atmosphäre
  • Gemeinsamer Spruch: „Ich bin ein Kind mit Augen, Händen, einer Stimme, einem Herzen und mit Rechten“.
  1. Information - Prinzip der Transparenz: Die Kinder müssen im nächsten Schritt informiert werden. Was steht an? Was wollen wir verändern? Bis auf fünf Kinder waren alle mit dabei. Raumerkundung zunächst nicht notwendig, da die Kinder diesen Raum gut kennen.
  2. : Es kamen viele Ideen zum Vorschein: Bällebad, Puppentheater, Restaurant, Friseursalon u. eine Fahrzeugwelt.
  3. Es waren über 40 Kinder im Bewegungsraum. Und gemeinsam entschieden wir uns für ein Kindergremium. Denn es muss geschaut werden, ob alle Ideen realisierbar sind oder ob Ideen ausgeschlossen werden müssen, weil mögliches Spielmaterial in der Kita nicht vorhanden ist.
  4. Prinzip der Verlässlichkeit: Zwei Kinder aus Bären- und Igelgruppe waren bereit diese Aufgabe in die Hand zu nehmen und die anderen Kinder darüber im nächsten Schritt zu informieren. (Begehung Nestgruppen wegen Bällebad, zweite Ebeneà Lagerraum der Spielmaterialien...)
  5. Prinzip der individuellen Begleitung: Die Kinder müssen von mir als FaKiB u. Kita-Sozialarbeiter begleitet und unterstützt werden, um beteiligungsfähig zu bleiben und dies zu lernen.  Die Kinder entdeckten zu den vorgeschlagenen Ideen passendes Spielmaterial u. fotografierten diese Materialien.
  6. Abstimmung in den Gruppen: Das Gremium stellte anhand der Fotos, die einzelnen Spielmaterialien vor und in einer geheimen Abstimmung durfte jedes Kind eine Figur auf eine Idee legen. Zwei Vorschläge fielen zu Beginn weg, weil wenige Stimmen zu sehen waren. (Gemeinsames Abzählen in der Gruppe). Das Gremium hatte wieder die Gesprächsleitung und in der nächsten Sitzung zählten wir erneut zwischen den meist gesetzten Stimmen ab.
  7. Finale Entscheidung: Friseursalon
  8. Befragung der Kinder:
  1. was darf auf keinen Fall fehlen und
  2. gemeinsames Einrichten des Raums
  1. Besprechung von Regeln:
  • Gruppe wird zunächst auf 6 Kinder begrenzt (aufgrund der Größe des Raumes und der Plätze am Spiegel), Haare werden nicht in Wirklichkeit geschnitten, ansonsten mögliche „Sanktion“ durch Schließung des Raumes.
  1. Begehung mit den Kindern des fertig eingerichteten Friseursalons
  2. Reflexion

Respektvoller und achtsamer Umgang miteinander 

Immer wieder gab es Beschwerden seitens der Kinder, oder Erzieherinnen über den täglichen Umgang miteinander: „Ich bin aber besser als du!“ (Der Beste sein), „Ich finde das doof“, „immer wird mir das Spielzeug weggenommen“ (Freundschaftliche Konflikte), „das ist aber meins“ (Teilen), „die Jungs/Mädchen greifen uns wieder an (Rollendominanz), „ich will nicht in den Kindergarten“ (Mut machen).

 

Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten gehören im täglichen Miteinander dazu. Allerdings kann das Miteinander nur dann gelingen, wenn es ein Grundverständnis über Werte und Regeln gibt. Nach mehrfachen Beobachtungen im Alltag war es uns wichtig, diese Thematik mit einer Kindergruppe aufzugreifen, denn jedes Kind hat ein Recht darauf, gesehen, gehört und gefragt zu werden. (Auszug - Kinderrechte)

 

Der achtsame,- und achtungsvolle Umgang miteinander, wie gehen wir miteinander um, fließt in vielen verschiedenen Alltagssituationen mit ein, z.B. dass man bitte und danke sagt, sich gegenseitig zuhört und einander aussprechen lässt. Dennoch kommt es im Zusammenleben zu Konflikten, die natürlich auch dazugehören und ebenso wichtige Prozesse sind.

Basieren auf dem Buch: „Blöde Ziege, Dumme Gans“ von Isabel Abedi und Silvio Neuendorf eröffneten wir den Einstieg in unser kleines Projekt: „Respektvoller und achtsamer Umgang miteinander.“ Die Fachkraft für Kinderperspektive (Lisa Zirwes) und der Kita-Sozialarbeiter (Jonas Kern) leiten die Projektgruppe. Dieses Buch ermöglicht genügend Gesprächsanlässe zur Thematik.

Ein kleiner Auszug aus dem Buch:

Zitat: „Nanu, was ist mit dir los?“, wunderte sich die Gänsemutter, als die kleine Gans nach Hause kam. „Ich habe Wut im Bauch!“ schimpfte die kleine Gans. „Wegen dieser blöden Ziege! Mit der spiele ich nie wieder!“

„Warum nicht?“ fragte die Gänsemutter. Da erzählte ihr die kleine Gans, was alles passiert war…“

Im Anschluss an unseren Gesprächsanlass, gab es folgende Impulsfragen, die die Kinder dazu anregten, über den eigenen Kita- Alltag nachzudenken. In der Mitte lagen Fotokarten, die bestimmte Situationen im Freispiel widerspiegelten und die Gesprächsrunde somit auflockerten.

Immer wieder flossen Bewegungsspiele zur Gruppendynamik in die Projekttreffen mit ein, um den Kindern spielerisch das Gemeinschaftsgefühl näherzubringen. Um diesen Prozess zu vermitteln, nahmen wir das Seil als „Hilfsmittel“ dazu.

Ein Beispiel: Wir trafen uns im Kreis und jedes Kind hielt sich am Rundseil fest. Wir erklärten den Kindern, dass in einer Gruppe jeder Einzelne wichtig ist und jeder Platz am Seil benötigt. Wir besprachen, wie es sich denn anfühlen würde, wenn sie keinen Platz am Seil hätten. Anschließend wurde die Übung schwieriger, in dem sich die Kinder nach hinten lehnten und sahen, dass die Gruppe nicht umfällt, da sie sich gegenseitig stützen und trugen. Durch diese Übung verdeutlichten wir den Kindern, dass im Gruppenalltag der gegenseitige Respekt und Zusammenhalt ein wichtiger Bestandteil ist. (Kiga Fachverlag, für anwendbare Pädagogik).
 

Auch spielen die Gefühle im Kita- Alltag eine wichtige und große Rolle. Die eigenen Gefühle wahrzunehmen, sie als hilfreiche Begleiter zu verstehen und zu lernen, mit ihnen umzugehen, ist für die kindliche Entwicklung von großer Bedeutung. Denn gelingt es den Kindern, ihre eigenen Gefühle zu erkennen und richtig zu deuten, fällt es ihnen im zweiten Schritt auch leichter, sich in andere hineinzuversetzen, einander zu verstehen und Rücksicht zu nehmen. (Quelle: „Stiftungslesen.de“)

 

Gefühle, die in Kinderaugen eine bedeutsame Rolle spielen:

  • von der Angst vor der neuen Umgebung während der Eingewöhnung
  • über die Freude an gemeinsamen Spielen
  • bis hin zur Wut in Streitsituationen
  • oder der Traurigkeit, wenn ein Lieblingsspielzeug kaputt geht

 

Ziel unserer nächsten Angebote war es demnach, den Kindern die einzelnen Emotionen und Gefühle mit Hilfe von unterschiedlichen Emotionskarten bewusst näherzubringen. Wie fühle ich mich, wenn ich fröhlich, sauer oder wütend bin und wie wirkt sich das auf meine Mimik und Gestik aus. Wir nahmen die Karten nicht nur als Gesprächsanlässe, sondern es folgten spielerische, musikalische und künstlerische Angebote zur Thematik. 

                        - Kinderrechte -                              Die Kinderrechte kennenlernen und verstehen!

Das Motto des Weltkindertags am 20. September 2022 lautete „Gemeinsam für Kinderrechte“. Das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland rufen mit diesem Motto sowohl Bund, Länder und Kommunen als auch die gesamte Gesellschaft auf, die Rechte von Kindern konsequenter in den Blick zu nehmen. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisationen muss das gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen geschehen. Nur so kann es gelingen, die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Kinderrechte umzusetzen und damit ein kinderfreundlicheres Land zu schaffen.

(Quelle: Gemeinsam für Kinderrechte - Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland geben Motto zum Weltkindertag 2022 bekannt.  https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/-/gemeinsam-fuer-kinderrechte/277424)

Alle Kinder sind gleich wichtig und haben demnach die gleichen Rechte. Aus diesem Grund erarbeiteten wir gemeinsam mit den Kindern die „Kinderrechte“. Jedes Angebotstreffen begann damit, dass wir über unsere Gefühlslage sprachen, „wie geht es mir heute, wie lief mein Morgen in der Kita.“ Jedes Kind konnte mit einer „Klammer“ seine Gefühlslage dem jeweiligen Fisch zuordnen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk entwickelte einen Erklärfilm über die Kinderrechte. Diesen gab es zum Einstieg in die Thematik, der den Kindern verdeutlichte, was man überhaupt unter „Rechten“ versteht. Die UN- Kinderrechtskonvention definiert insgesamt 41 Rechte.

Zwei Rechte, die wir genauer unter die Lupe nahmen, lauteten:

1. „Ich fühle mich in der Umgebung der Kita wohl und sicher“- Es ist wichtig, dass es mir gut geht. Neben dem Gesprächsanlass machten wir uns gemeinsam auf den Weg und jedes Kind durfte selbst seinen absoluten Lieblingsplatz in der Kita fotografieren.

Mit einem „Haus des Waldes“, einem Modell zu den Lebensräumen von Tieren in den Stockwerken des Waldes, beschäftigten wir uns damit, wo Tiere sich im Wald aufhalten und am wohlsten fühlen und welche Ansprüche sie an ihren Lebensraum haben (z.B. Sicherheit und Nahrung). Nach diesem Einstieg in das Thema stellten wir die Verbindung zu uns Menschen her: Was brauchen Kinder um sich wohl und sicher zu Fühlen? So kamen wir schnell ins Gespräch über das Recht jedes Kind auf Orte, die ihren Bedürfnissen entsprechen und konnten uns mit den Kindern über ihre, bei der Fotoaktion festgehaltenen Lieblingsorte in der Kita austauschen. Die Kinder waren dabei sehr austauschfreudig und waren in der Lage, von ihren eigenen Erfahrungen auf allgemeine Bedürfnisse von Kindern zu schließen.

2. „Wir gestalten unseren Tag gemeinsam und gehören zusammen“ - Alle Kinder sind gleich wichtig und haben die gleichen Rechte. Zu diesem Kinderrecht gab es Schwungtuchspiele, die das Zusammenleben und das Miteinander in einer Gruppe verdeutlichten.

Der Verlag Don Bosco entwickelte ein Kamishibai- Bilderkartenset über Kinderrechte, „ Wir haben Rechte! Die Kinderrechte kennenlernen und verstehen!“Auf diese zehn Rechte beschränkten wir uns in den nächsten Angebotstreffen. Um die Kinderrechte zu vertiefen und mit den Kindern ins Gespräch zu kommen, gab es ein Zuordnungsspiel. Zunächst verteilten sich die Kinder im Bewegungsraum. Der Raum wurde in zwei Farben unterteilt. Diese Raumaufteilung wurde durch entsprechende Farben gekennzeichnet. Die Farbe grün bedeutete: trifft zu und die Farbe rot signalisierte: trifft nicht zu. „ Meine Eltern haben schon mal für mich entschieden, ohne mich zu fragen“, oder „ ich darf selbst entscheiden, was ich in meiner Freizeit tun möchte“, oder „ ich habe gerade Hunger und weiß genau, dass ich jederzeit etwas zu Essen haben werde.“ Passend zu den Aussagen, die ich als FaKiP tätigte, durften die Kinder sich zu den jeweiligen Farben zuordnen. Wir sprachen und diskutierten über die getätigten Aussagen, denn die Eltern, aber auch die Erzieherinnen in der Kita besitzen eine Fürsorgepflicht und es gibt Dinge im Alltag, die die Kinder nicht selbst entscheiden können und dürfen, sondern vorgegeben und entschieden werden müssen!

(Quelle: Kindermissionswerk Sterntaler)

Ein Hoch auf Kinder!

 

"Jedes Kind hat ein Recht auf die Freude und das Wunder der Kindheit." 

 

Termine

Februar

12.02  Helauu Wir feiern

Karneval!

27.02   Trommelprojekt

 Schuilkinder und Eltern

März

24.03 um 19:30 Uhr Fördervereinssitzung

 

17.03 um 19:00 Uhr Elternausschusssitzung

April

18.04 Bausamstag

!!Unsere Leseoma besucht uns jeden Dienstag!!

Letzte Aktualisierung:

 

27.01.26

11:30 Uhr

 

Krankheiten in der Kita

Mehre Fälle von:

Erkältungskrankheiten

 

Magendarmerkrankungen 

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